Veröffentlicht am 29.10.2026 in Wissen

Zahnimplantat & Co.: Was Zahnbehandlungen in der Schweiz kosten – und wie Sie sich schützen

Ein Zahnimplantat für mehrere tausend Franken, eine Wurzelbehandlung obendrauf und vielleicht später eine Krone: Zahnbehandlungen können in der Schweiz schnell ins Geld gehen. Die Grundversicherung zahlt nur in Ausnahmefällen. In diesem Artikel erfahren Sie, was die häufigsten Behandlungen wie Implantat, Wurzelbehandlung und Zahnkrone in der Schweiz kosten und wie Sie sich vor teuren Rechnungen schützen.
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Kosten für Zahnbehandlungen in der Schweiz auf einen Blick 

  • Zahnbehandlungen können teuer werden: Ein Zahnimplantat kostet zwischen CHF 4'000.– und CHF 6'000.– pro Zahn, eine Wurzelbehandlung CHF 1'000.– bis CHF 1'500.– und eine Krone zwischen CHF 1'000.– und CHF 2'000.– 
  • Die Grundversicherung zahlt zahnärztliche Behandlungen nur in Ausnahmefällen. 
  • Eine Zahnzusatzversicherung beteiligt sich an grossen Behandlungen und an der Zahnvorsorge (Prophylaxe) wie Kontrolle oder Dentalhygiene. 
  • Die Zahnzusatzversicherung sollte so früh wie möglich abgeschlossen werden. Behandlungen, die bereits geplant oder absehbar sind, können meist nicht versichert werden. 
  • Mit der Atupri Zahnversicherung profitieren Sie von 60 % Kostenübernahme bis CHF 10'000.– pro Jahr für Zahnvorsorge und Behandlungen. 

Warum sind Zahnbehandlungen in der Schweiz so teuer? 

Drei Faktoren bestimmen die Preise für Zahnbehandlungen: 

  • Material 
  • Aufwand 
  • Tarif 

Die Materialien, die für Zahnbehandlungen wie neue Zahnimplantate oder Kronen verwendet werden können, sind unterschiedlich teuer. Eine Krone aus echtem Vollkeramik sieht zwar aus wie ein echter Zahn, kostet in der Schweiz aber mehr als eine Zahnkrone aus Metall. 

Auch der Aufwand kann sich je nach Zahnbehandlung stark unterscheiden. Eine kleine Füllung ist in wenigen Minuten erledigt, Zahnimplantate hingegen brauchen mehrere Sitzungen bei der Zahnärztin oder beim Zahnarzt und haben eine lange Heilungszeit. Je grösser der Aufwand, desto teurer wird die Zahnarztrechnung. 

Zahnärztinnen und Zahnärzte rechnen in einem einheitlichen System mit Taxpunkten und Taxpunktwerten ab. Da jede Zahnarztpraxis diese Taxpunktwerte innerhalb eines vordefinierten Rahmens selbst festlegen kann, variieren die Behandlungskosten, wie beispielsweise das Ziehen eines Weisheitszahns, in der Schweiz. Ein Kostenvoranschlag lohnt sich daher immer. Haben Sie einen grösseren Eingriff vor sich, kann sich auch eine unabhängige Zweitmeinung lohnen.

Was kosten die häufigsten Zahnbehandlungen in der Schweiz?

Die folgenden Preise sind Richtwerte für die Behandlungen, die 2026 durchgeführt werden. Sie wurden von den Leistungsexpertinnen und -experten von Atupri im Raum Zürich berechnet. Was Sie wirklich bezahlen, hängt von Ihrer Ausgangslage und der gewählten Praxis ab. Denn jedes Gebiss ist anders und deshalb bringt jede Person eine andere Zahnstellung und einen anderen Behandlungsaufwand mit.

Ein Zahnimplantat kostet in der Schweiz rund CHF 4'000.– bis CHF 6'000.– pro Zahn. Mit dem Zahnimplantat wird eine komplette Zahnwurzel ersetzt und operativ im Kiefer verankert. Wenn mehrere Zähne betroffen sind oder ein Knochenaufbau nötig ist, steigen die Kosten. Ein umfangreicher Zahnersatz kann schnell mehrere zehntausend Franken kosten. 

Eine Wurzelbehandlung kostet in der Schweiz zwischen CHF 1'000.– und CHF 1'500.– und kann einen entzündeten Zahn retten, bevor er gezogen werden muss. Der Preis variiert je nachdem, welcher Zahn betroffen ist und wie viele Wurzelkanäle behandelt werden müssen.

Eine Zahnkrone kostet in der Schweiz rund CHF 1'000.– bis CHF 2'000.–. Wenn ein Zahn beispielsweise nach einem grossen Loch, einem Bruch oder einer Wurzelbehandlung stark beschädigt ist, aber noch erhalten werden kann, kommt die Zahnkrone zum Einsatz. Eine Krone aus Vollkeramik ist teurer als Metall oder Kunststoff, kommt einem echten Zahn optisch aber am nächsten.

Das Ziehen eines Weisheitszahns kostet meist ab CHF 700.– pro Zahn. Wird ein Weisheitszahn mit einem operativen Einsatz gezogen, sind die Kosten deutlich höher. Auch wenn ein Zahn quer im Kiefer liegt oder er noch nicht durchgebrochen ist, ist das Ziehen aufwändiger. Dann kann das Ziehen pro Weisheitszahn in manchen Fällen bis CHF 1'500.– kosten. 

Eine Zahnbrücke kostet in der Schweiz ab ca. CHF 2'500.–. Sie schliesst eine Zahnlücke, indem sie sich an den beiden Nachbarzähnen abstützt. Eine Zahnbrücke eignet sich besonders dann, wenn die beiden Nachbarzähne ohnehin überkront werden müssen. Der Preis variiert je nach Anzahl der ersetzten Zähne und dem verwendeten Material.

Eine Zahnprothese kostet in der Schweiz je nach Umfang zwischen CHF 3'000.– und CHF 5'000.–. Die Prothese bildet einen herausnehmbaren Zahnersatz für mehrere oder alle Zähne. Teilprothesen sind günstiger als Vollprothesen. Die Preise schwanken je nach verwendetem Material und gewählter Befestigung. 

Eine Zahnfüllung aus Kunststoff kostet in der Schweiz ab rund CHF 300.–. Sie repariert einen von Karies beschädigten Zahn. Grössere Schäden am Zahn müssen mit Inlays aus Keramik oder Kronen repariert werden. Die Kosten sind entsprechend höher.

Eine professionelle Dentalhygiene kostet in der Schweiz zwischen CHF 120.– und CHF 200.– pro Sitzung. Eine regelmässige Dentalhygiene beugt Karies und Zahnfleischentzündungen vor. Wer die Zähne ein- bis zweimal pro Jahr professionell reinigen lässt, senkt das Risiko für teure Zahnbehandlungen deutlich. 

Und was kostet die Zahnspange für Erwachsene? 

Auch als erwachsene Person können Sie sich Ihre Zähne noch korrigieren lassen. Dies ist durch feste Zahnspangen oder mit durchsichtigen Schienen möglich. Je nach Aufwand bewegen sich die Kosten im vier- bis fünfstelligen Bereich. 

Besteht schon der Bedarf oder Wunsch nach einer Zahnkorrektur, können Sie dafür keine Zahnzusatzversicherung abschliessen, die genau diese Behandlung übernimmt. Eine Zahnversicherung, wie diejenige von Atupri, lohnt sich also, bevor ein Problem oder Bedürfnis da ist.

Nicht jede Zusatzversicherung passt zu jeder Lebensphase. Mit nur fünf Fragen finden Sie heraus, welche ambulante Lösung wirklich zu Ihnen passt. 

Was zahlt die Grundversicherung – und was nicht? 

Die obligatorische Grundversicherung übernimmt zahnärztliche Behandlungen grundsätzlich nicht. Sie zahlt nur in den folgenden drei Ausnahmefällen: 

  • Schwere, unvermeidbare Erkrankung des Kausystems: medizinisch zwingend notwendige Behandlung bestimmter Zysten oder Tumore im Mund- oder Kieferbereich 
  • Nach einem Unfall: Zahnbehandlung, die nicht von der Unfallversicherung bezahlt wird 
  • Geburtsgebrechen: Behandlung einer angeborenen Fehlbildung wie einer fehlenden Zahnanlage 

Für die meisten grösseren Behandlungen wie Implantat, Wurzelbehandlung und Zahnkrone sowie für Zahnspangen und Routineuntersuchungen kommen Sie ohne Zusatzversicherung selbst auf. Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit für aufwendigere Zahnbehandlungen. Eine Zahnzusatzversicherung, wie diejenige von Atupri, schützt Sie rechtzeitig. 

Welche Leistungen übernimmt eine Zahnzusatzversicherung? 

Eine Zahnzusatzversicherung beteiligt sich an genau den Behandlungskosten, die über die Jahre anfallen und von der Grundversicherung nicht übernommen werden. Dazu gehören je nach Modell: 

  • Anteil an grössere Behandlungen wie Zahnimplantaten, Kronen oder Wurzelbehandlungen 
  • Kieferorthopädie wie Zahnspangen und Schienen 
  • Vorsorge wie Kontrolluntersuchungen, Dentalhygiene und Versiegelungen 

Sie profitieren somit auch dann, wenn keine grosse Behandlung ansteht, und können mit einer regelmässigen Vorsorge teure Eingriffe oft verhindern. Der Leistungsumfang und die genaue Kostenbeteiligung einer Zahnversicherung variiert je nach gewähltem Produkt. 

So sehen die Leistungen der Zahnversicherung von Atupri aus 

Mit der Atupri Zahnversicherung sichern Sie sich gegen hohe Zahnarztrechnungen ab. Alle Versicherten profitieren von einer Kostenübernahme von 60 % bis CHF 10'000.– pro Jahr für folgende Leistungen: 

  • Zahnprophylaxe: Zahnkontrolle und Dentalhygiene 
  • Allgemeine Zahnbehandlungen wie beispielsweise Kariesentfernung 
  • Behandlungen rund um Zahnfleisch- und Kiefererkrankungen 
  • Entfernung der Weisheitszähne 
  • Zahnstellungskorrekturen: Zahnspangen 
  • Knirsch- und Schutzschiene 
  • Zahnprothetik: Implantate, Brücken 
  • Zahnchirurgische Eingriffe, soweit diese nicht durch die obligatorische Grundversicherung gedeckt sind 
  • Zahnbehandlungen im Ausland 

Alle Informationen zu den Leistungen finden Sie auf der Produktseite der Atupri Zahnversicherung. 

Bonus für gesunde Zähne

Beziehen Sie in einem Kalenderjahr keine Leistungen oder reichen nur Kosten für Zahnkontrolle oder Dentalhygiene ein, erhalten Sie mit der Atupri Zahnversicherung einen Wertgutschein über CHF 20.– für Zahnpflegeprodukte bei einem Atupri Partnerunternehmen. 


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Worauf Sie beim Abschluss der Zahnversicherung achten sollten 

Bevor Sie sich für eine Zahnzusatzversicherung entscheiden und abschliessen, lohnt sich ein Blick auf die üblichen Bedingungen. So wissen Sie genau, worauf Sie sich einlassen. 

  • Gesundheitsprüfung: Vor dem Abschluss wird in der Regel erfasst, in welchem Zustand sich Ihre Zähne befinden. Dies geschieht oft über einen Fragebogen oder ein Gutachten Ihrer Zahnärztin oder Ihres Zahnarztes. Von dieser Gesundheitsprüfung hängt ab, ob und zu welchen Konditionen Sie in die Zahnversicherung aufgenommen werden. 
  • Wartefristen: Bei manchen Versicherungen gilt eine Karenzfrist, in welcher nach Abschluss keine Leistungen übernommen werden. 
  • Bestehender Behandlungsbedarf: Behandlungen, die zum Zeitpunkt des Abschlusses schon notwendig oder absehbar sind, werden meist nicht übernommen. Das heisst, für diese Behandlungen erhalten Sie keine Kostenbeteiligung. Es lohnt sich deshalb, die Zahnversicherung so früh wie möglich abzuschliessen, solange Ihre Zähne noch gesund sind. 
  • Jährliche Höchstbeträge: Viele Modelle übernehmen die Kosten für Zahnbehandlungen nur bis zu einem festgelegten Betrag pro Jahr. Die Höchstbeträge variieren dabei je nach Anbieter und Produkt. 

Das gilt bei der Zahnversicherung von Atupri 

  • Vor dem Abschluss ist eine Gesundheitsprüfung notwendig. 
  • Die Wartefrist beträgt sechs Monate. 
  • Behandlungen, die zum Zeitpunkt des Abschlusses bereits nötig oder absehbar sind, werden nicht übernommen. Deshalb lohnt sich ein Abschluss, solange die Zähne gesund sind, bei Kindern auch bereits vor der Geburt. 
  • Atupri beteiligt sich mit 60 % an Ihren Zahnarztkosten, bis zu einem Höchstbetrag von CHF 10'000.– pro Jahr. 

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Abschluss? 

Zahnversicherungen sollten so früh wie möglich abgeschlossen werden, solange die Zähne gesund sind. Denn wer bereits weiss, dass eine Behandlung ansteht, kann diese nicht mehr versichern und trägt die Kosten selbst. 

Ein früher Abschluss lohnt sich doppelt: Sie profitieren über die Jahre von den Vorsorgeleistungen wie Zahnkontrolle und Dentalhygiene und sind dann abgesichert, wenn teurere Behandlungen auf Sie zukommen. Denn mit zunehmendem Alter werden aufwendige Behandlungen wie Implantate, Kronen oder Prothesen wahrscheinlicher und damit teurer. 

Mit der Zahnzusatzversicherung von Atupri schützen Sie sich vor hohen Zahnkosten. Von der Dentalhygiene über Wurzelbehandlungen bis zu Zahnimplantaten. 

Häufige Fragen zu den Kosten für Zahnbehandlungen

Eine einfache Kontrolle kostet in der Schweiz meist zwischen CHF 100.– und CHF 200.–. Kommen Behandlungen wie eine Füllung oder eine Dentalhygiene dazu, steigen die Kosten entsprechend. Da die Grundversicherung bei Zahnbehandlungen in der Regel nicht zahlt, tragen Sie diese Beträge selbst. 

Ja, denn gerade im Alter werden aufwendige Behandlungen wie Implantate, Kronen oder Prothesen wahrscheinlicher. Wichtig ist, dass Sie die Zahnversicherung früh abschliessen, solange die Zähne gesund sind. Denn bei bestehendem Behandlungsbedarf ist meist keine Deckung mehr möglich.

Eine Brücke ist in der Anschaffung oft günstiger als ein Implantat, hält aber meist weniger lange und belastet die Nachbarzähne. Ein Implantat kostet in der Schweiz mehr, ist dafür langlebiger und schont die übrigen Zähne. Welche Lösung sinnvoll ist, hängt von Ihrer Ausgangslage ab und sollten Sie mit einer Zahnärztin oder einem Zahnarzt besprechen. 

Für die meisten Erwachsenen empfehlen Zahnärztinnen und Zahnärzte ein- bis zweimal pro Jahr eine Dentalhygiene. Wer zu Zahnfleischproblemen neigt, braucht die Reinigung unter Umständen häufiger. Regelmässige Dentalhygiene beugt teuren Folgebehandlungen vor.

Über den Autor: 

Mario Franzoni, Leiter Angebotsmanagement bei Atupri 

Mario Franzoni ist Leiter Angebotsmanagement bei Atupri und verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung in der Entwicklung von Versicherungs- und Finanzprodukten. Er beschäftigt sich täglich damit, wie Versicherungslösungen aussehen müssen, damit sie wirklich zu den Menschen passen und ihnen im Alltag den nötigen Schutz bieten. Weil die Versicherungswelt komplex genug ist, bereitet er Themen rund um Kranken- und Zusatzversicherungen verständlich auf, damit Kundinnen und Kunden gut informiert selbst entscheiden können und ihre Gesundheit dabei im Fokus steht.

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