Veröffentlicht am 09.08.2024 in Lebensphasen, Alternativmedizin

Hormonelles Gleichgewicht: Ein Schlüssel zur besseren Gesundheit

Hormone steuern fast jeden Aspekt unserer Gesundheit, von der Stimmung bis zum Stoffwechsel. Lesen Sie hier, welche Folgen Hormonstörungen haben können und wie Sie Ihren Hormonhaushalt wieder ins Gleichgewicht bringen.
Atupri - Wie Hormone den Körper beeinflussen

Über Hormone spricht man selten – und wenn, dann geht es meist ums Verliebtsein, um Stimmungsschwankungen oder darum, dass man mal wieder eine schlechte Woche hatte. Dabei wird meist unterschätzt, wie entscheidend Hormone für unser generelles Wohlbefinden und unsere Gesundheit sind.


Was sind Hormone?

Hormone sind chemische Botenstoffe, die in spezialisierten Drüsen im Körper gebildet werden. Dazu gehören zum Beispiel der Hypothalamus und die Hypophyse im Gehirn, die Schilddrüse und die Nebenschilddrüse, die Nebennieren, die Bauchspeicheldrüse, die Eierstöcke und die Hoden. Diese Drüsen bilden zusammen das endokrine System. Jede dieser Drüsen produziert bestimmte Hormone, die über den Blutkreislauf zu verschiedenen Organen und ins Gewebe transportiert werden und dort grundlegende biologische Funktionen wie Stoffwechsel, Sexualität und Wachstum beeinflussen.

Was machen Hormone?

Hormone regeln unter anderem folgende Funktionen:

  • Blutzuckerspiegel: Insulin und Glukagon spielen eine Schlüsselrolle bei der Verwaltung des Blutzuckerspiegels. Schilddrüsenhormone wie Thyroxin beeinflussen, wie schnell der Körper Energie verbrennt.
  • Sexualität und Fortpflanzung: Sexualhormone wie Östrogen, Progesteron und Testosteron regulieren die sexuelle Entwicklung und die reproduktiven Prozesse wie den Menstruationszyklus bei Frauen und die Spermienproduktion bei Männern.
  • Wachstum: Das Wachstumshormon GH steuert, wie sich Knochen und Gewebe während der Kindheit und Pubertät entwickeln.
  • Schlaf-Wach-Rhythmus: Melatonin wird in Abhängigkeit von Lichtverhältnissen produziert und hilft, den Schlaf-Wach-Rhythmus des Körpers zu regulieren, also wann wir müde sind und wann voller Tatkraft.
  • Emotionale Gesundheit: Hormone wie Serotonin und Dopamin beeinflussen die Stimmung, die Emotionen und das allgemeine Wohlbefinden.
  • Stressreaktion: Cortisol wird bei Stress ausgeschüttet und hilft dem Körper, schwierige oder belastende Situationen zu bewältigen.
  • Knochengesundheit: Geschlechtshormone wie Östrogen und Testosteron sind wichtig für die Gesundheit der Knochen und beugen Osteoporose vor.
  • Hautgesundheit: Östrogen und Testosteron beeinflussen auch die Elastizität und Feuchtigkeit der Haut. Bei einem Ungleichgewicht können sie zu Akne oder Hautalterung beitragen.
  • Herz-Kreislauf-Gesundheit: Östrogen hilft, den Cholesterinspiegel zu regulieren und die Gesundheit der Blutgefässe zu erhalten.
  • Immunfunktion: Hormone spielen eine wichtige Rolle dabei, wie der Körper auf Infektionen und Entzündungen reagiert. Hormonstörungen können daher die Anfälligkeit für viele Krankheiten erhöhen.
  • Verdauung: Gastrin, Sekretin und Cholecystokinin beeinflussen die Nährstoffaufnahme und die Verdauung.

Was passiert, wenn der Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht gerät?

Da Hormone viele wichtige Körperfunktionen beeinflussen, kann ein Ungleichgewicht spürbare Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Zu den häufigsten Problemen gehören:

  • Gewichtsveränderungen: Hinter einer unerklärlichen Gewichtszunahme oder -abnahme kann eine Schilddrüsen-, Insulin- oder Cortisolstörung stecken.
  • Müdigkeit und Schlafstörungen: Wenn Sie an anhaltender Müdigkeit leiden, die trotz viel Schlaf nicht besser wird, kann eine Schilddrüsenunterfunktion die Ursache sein. Dabei bildet die Schilddrüse zu wenige Hormone. Eine andere mögliche Ursache ist ein gestörter Schlaf-Wach-Rhythmus durch ein Ungleichgewicht des Schlafhormons Melatonin.
  • Probleme bei Sexualität und Fortpflanzung: Bei Frauen kann ein hormonelles Ungleichgewicht zu unregelmässigen Menstruationszyklen, Unfruchtbarkeit, erhöhtem Risiko für Typ-2-Diabetes, Herzerkrankungen, Schlafapnoe, Depressionen und Angststörungen führen. Bei Männern können hormonelle Störungen Libido- und Fruchtbarkeitsprobleme verursachen.
  • Stimmungsschwankungen und Stressreaktionen: Östrogen, Testosteron, Cortisol und Schilddrüsenhormone haben einen starken Einfluss auf die emotionale Stabilität. Ein Ungleichgewicht kann zu Depressionen, Angstzuständen und anderen Stimmungsschwankungen führen.

Wie kann ein Ungleichgewicht festgestellt werden?

Hormonelle Ungleichgewichte können mit einer Blutanalyse festgestellt werden. Dabei wird der Hormonstatus ermittelt. Er gibt Auskunft über die Konzentration und das Gleichgewicht verschiedener Hormone im Blut.

Eine Hausärztin oder ein Gynäkologe kann eine Blutanalyse durchführen, um Schilddrüsenerkrankungen, Diabetes, Nebenniereninsuffizienz oder andere hormonelle Störungen zu diagnostizieren und zu behandeln.

Hormonanalysen wirken auch präventiv: Sie helfen, Risiken für Krankheiten wie Osteoporose frühzeitig zu erkennen, die durch einen Hormonmangel begünstigt werden. Auch viele allgemeine Symptome wie Müdigkeit, Gewichtsveränderungen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen können mit einem hormonellen Ungleichgewicht zusammenhängen. Eine Blutanalyse mit Hormonstatus kann da Klarheit schaffen.

Was Sie gegen Störungen im Hormonhaushalt tun können

Hormonstörungen können gut behandelt werden. Die folgenden Methoden haben sich bewährt:

  1. Anpassung des Lebensstils: Regelmässige Bewegung, ausreichend Schlaf und eine ausgewogene Ernährung sind grundlegende Massnahmen, um den Hormonhaushalt zu unterstützen. Kohlenhydrate, Proteine und Fette spielen eine wichtige Rolle bei der Hormonproduktion und -regulation. Auch Vitamine und Mineralstoffe sind für die Hormonfunktion wichtig. Jod ist beispielsweise für die Produktion von Schilddrüsenhormonen unerlässlich, während Vitamin D die Insulinempfindlichkeit verbessern kann.
  2. Gesunder Umgang mit Stress: Meditation, Yoga oder andere Entspannungstechniken können eine gesunde Balance von Stresshormonen wie Cortisol fördern.
  3. Check-ups: Eine regelmässige Analyse des Hormonstatus hilft, Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
  4. Medikamentöse Behandlung: Hormonersatztherapien ergänzen oder ersetzen fehlende Hormone. Solche Therapien müssen jedoch sorgfältig von einer Fachperson überwacht werden.

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