Veröffentlicht am 18.03.2025 in Alternativmedizin, Wissen

Pollenallergie: Das sagt die Expertin

Allergikerinnen und Allergiker haben es längst gespürt, das verdächtige Kitzeln in der Nase. Es ist nämlich wieder so weit: Die Heuschnupfensaison hat begonnen. Roxane Guillod, Expertin bei aha! Allergiezentrum Schweiz, gibt spannende Einblicke in die Thematik und verrät, wie Sie trotz der lästigen Allergie im Frühling aufblühen.
Atupri - Mann, der Heuschnupfen hat

Frau Guillod, können Sie kurz beschreiben, was eine Pollenallergie eigentlich genau ist?

Was passiert da im Körper? Bei einer Allergie möchte das Immunsystem unseren Körper gegen einen eigentlich harmlosen Stoff, in diesem Falle die Pollen, verteidigen. Zu diesem Zweck bildet es Immunglobuline IgE, sogenannte Antikörper, und schickt diese los, sobald die Allergikerin oder der Allergiker Pollen einatmet. Daraufhin wird Histamin ausgeschüttet und es kommt meist zu einer Entzündung der Nasenschleimhaut und der Bindehaut der Augen.

Folgende Beschwerden können auftreten:

  • Niesattacken,
  • Fliessschnupfen (Rhinitis),
  • verstopfte Nase,
  • erschwerte Nasenatmung,
  • juckende und tränende Augen (Konjunktivitis),
  • Heiserkeit,
  • Hustenreiz und
  • Juckreiz im Gaumen, in der Nase und in den Ohren.

Tritt Heuschnupfen nur im Frühling auf?

Eine Pollenallergie tritt saisonal auf. Nämlich immer dann, wenn Pflanzen blühen und ihre Pollen freisetzen. Das heisst: In unseren Breitengraden beginnt die Pollensaison, sobald der Hasel zu blühen beginnt. Das kann sogar schon im Januar passieren. Die Saison dauert dann mit den Gräsern – und je nach Region mit Beifuss und Ambrosia – bis in den Spätsommer.

Wer ist vor allem betroffen von Heuschnupfen?

Allergien können jederzeit plötzlich neu entstehen und bei absolut jeder und jedem irgendwann im Leben zum ersten Mal auftreten. Die Gründe dafür sind noch nicht vollständig geklärt.

Lässt sich das Auftreten dieser Allergie denn verhindern?

Um das Allergierisiko ganz generell zu senken, sollte die Prävention schon vor der Geburt beginnen – durch die Mutter. Es ist also wichtig, dass man sich in der Schwangerschaft abwechslungsreich und ausgewogen ernährt. Auch Kinder, die natürlich entbunden und während der ersten vier Monate gestillt wurden, scheinen resistenter zu sein.

Ist Heuschnupfen heilbar?

Menschen mit einer Pollenallergie können das Übel an der Wurzel packen und eine allergenspezifische Immuntherapie – eine sogenannte Desensibilisierung – angehen, während der der Körper langsam an das Allergen gewöhnt wird. So lassen sich die Beschwerden um bis zu 80 % lindern und der Medikamentenverbrauch deutlich reduzieren.

Was sollte man bei Verdacht auf Pollenallergie tun?

Eine Pollenallergie sollten Sie immer durch eine Allergologin oder einen Allergologen abklären lassen. So kann gewährleistet werden, dass man die für sich beste und verträglichste Behandlung erhält. Die Therapie besteht meist aus frei erhältlichen Antihistaminika in Form von Tabletten, Nasensprays und Augentropfen. Allenfalls in Kombination mit rezeptpflichtigen Kortisonpräparaten. Auch Nasenduschen können helfen.

Haben Sie sonstige Tipps?

Natürlich. Diese Tricks sind immer hilfreich:

  • Die aktuelle Pollenbelastung mit der App «Pollen-News» verfolgen
  • Nur kurz stosslüften (ausser während einer längeren Regenphase)
  • Regelmässig staubsaugen,
  • Teppich und Möbel reinigen
  • Draussen eine Sonnenbrille tragen
  • Die Haare vor dem Zubettgehen waschen
  • Bei schönem Wetter den Sport nach drinnen verlegen

Leiden Sie an Heuschnupfen?

Mit dem 360° Allergie Check von Health Yourself finden Sie von zuhause aus heraus, ob eine Allergie vorhanden ist und ob eine Immuntherapie für Sie in Frage kommt. Bei der Immuntherapie, auch Desensibilisierung genannt, handelt es sich um eine Behandlung, die Ihre Symptome spürbar reduzieren oder sogar eliminieren kann.

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